Ich möchte, dass Wilhermsdorf ein Ort bleibt, an dem wir gerne leben – heute und morgen. Ein Ort, der seine Natur wertschätzt, Ressourcen schützt und Verantwortung übernimmt.
Mir geht es nicht um große Worte, sondern um spürbare Veränderungen vor unserer Haustür: mehr Artenvielfalt, weniger Flächenverbrauch, starke Wälder, lebendige Gewässer und eine Gemeinde, die Natur- und Klimaschutz aktiv gestaltet.
Ich stehe mit voller Überzeugung dafür ein, dass Wilhermsdorf mutige, aber vor allem machbare Schritte geht, weil ich glaube: Wenn wir uns jetzt kümmern, gestalten wir eine Zukunft, auf die wir stolz sein können.
Die Natur ist die Grundlage unserer Lebensqualität. Deshalb will ich, dass wir unsere kommunalen Flächen bewusst für Artenvielfalt einsetzen: artenreiche Wiesen statt Zierrasen, mehr Blühflächen, Renaturierungen, mehr Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere.
Eine kommunale Biodiversitätsstrategie und eine Biotopverbundplanung sind für mich keine „Doku-Projekte“, sondern echte Werkzeuge für Veränderung. Hier gilt es personelle Kapazitäten zu nutzen und Förderprogramme auszuschöpfen – damit Natur- und Klimaschutz nicht am Schreibtisch endet, sondern draußen sichtbar wird.
Wilhermsdorf soll wachsen – aber klug. Ich möchte zuerst die Chancen im Ort nutzen: Baulücken schließen, Leerstände wiederbeleben, brachliegende Flächen entwickeln. Nur wenn das alles ausgeschöpft ist, reden wir über neue Baugebiete.
Mir geht es darum, die Landschaft zu schützen, ohne Wohnraum aus den Augen zu verlieren.
Es gilt Entsiegelung zu fördern und Gewerbeflächen sinnvoll zu entwickeln und dabei immer genau hinzuschauen: Was bringt uns wirklich weiter? Was nicht?
Kommunale Flächen sind Vorbildflächen. Ich möchte sie ökologisch nutzen und – wo sinnvoll – der Natur überlassen. Pachtverträge sollen nachhaltige Bewirtschaftung fördern: ohne Pestizide, ohne Gentechnik, aber mit Artenvielfalt.
Unser Wald ist Zukunft. Ziel muss ein stabiler, klimaresilienter Mischwald– mit genug Laubbäumen sein. Ein gesunder Wald schützt uns, speichert Wasser und CO₂ und ist Heimat vieler Arten. Dafür will ich mich stark machen.
Ausgleichsflächen sind Versprechen an die Natur – und die müssen wir einlösen. Ausgleichsflächen sollten regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf nachgebessert werden.
In Bebauungsplänen festgelegte Begrünungen, wie Baumpflanzungen, müssen umgesetzt werden. Ein Plan ist nur so gut wie seine Realität vor Ort.
Außerdem soll das großflächige Mulchen hinterfragt werden. Es schadet Insekten und verhindert Vielfalt. Stattdessen setzen wir auf schonende Mahd, Staffelmahd und blühende Randstreifen.
Alte, große Bäume gehören zu den wertvollsten Schätzen unserer Gemeinde. Sie spenden Schatten, regulieren das Klima, bieten Lebensraum und prägen unseren Ort. Deren Schutz soll unterstützt werden, durch ein Baumkataster, durch Beratungsangebote für private Eigentümer und durch klare Regeln bei Bauvorhaben. Eine Baumschutzsatzung kann ich mir sehr gut vorstellen, solange sie verständlich, praktikabel und fair gestaltet ist. Denn alte Bäume sind ein Geschenk, das wir nicht leichtfertig aus der Hand geben sollten.
Unsere Bäche und Flüsse sind Lebensadern. Ich möchte das kommunale Vorkaufsrecht aktiv nutzen, um Uferbereiche zu sichern und Renaturierungen voranzubringen. Durch Flächentausch können wir durchgehende Pufferstreifen schaffen, die Wasserqualität, Artenvielfalt und Hochwasserschutz verbessern. Im bereits erarbeiteten Gewässernutzungskonzept gibt es wichtige Hinweise für eine Umsetzung. So entstehen naturnahe Gewässer, die wieder Raum haben – für Natur und für uns.
Naturnahe Grünpflege funktioniert nur, wenn die Menschen, die täglich draußen arbeiten, dafür gut gerüstet sind. Regelmäßige Schulungen der Verantwortlichen und Mitarbeiter sind daher wichtig.
Außerdem würde ein Umweltbeirat, Wissen, Engagement und lokale Erfahrung bündeln. Menschen aus Landwirtschaft, Naturschutz, Forst, Jugendarbeit und Bürgerschaft sollen gemeinsam Impulse geben und den Gemeinderat beraten. So schaffen wir mehr Beteiligung, Transparenz und Qualität in unseren Entscheidungen.
Ich möchte ein Wilhermsdorf, das klug wächst, Natur schützt und Verantwortung übernimmt. Ein Wilhermsdorf, das Flächen sorgsam nutzt, Artenvielfalt stärkt, seine Gewässer und Wälder als Schatz begreift und Entscheidungen auf Basis von Herz und Vernunft trifft. Ich möchte, dass unser Ort ein starkes, lebendiges Zuhause bleibt – für uns und für alle, die nach uns kommen. Daran müssen wir zusammen arbeiten.